Amateurfunk Kosten & Gebühren

Einleitung

Amateurfunk ist in Deutschland eine beliebte und weit verbreitete Freizeitaktivität, die von Tausenden von Funkamateuren praktiziert wird. Neben den technischen Herausforderungen und der sozialen Vernetzung spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. In diesem Bericht werden die verschiedenen Gebühren im Zusammenhang mit dem Amateurfunk in Deutschland untersucht.

Lizenzgebühren

In Deutschland ist für die Teilnahme am Amateurfunkdienst eine Lizenz erforderlich.

  • für die Prüfungsabnahme fallen ca. 70 – 110 € an
  • Bei bestandener Prüfung eine Gebühr von ca. 70 € für die Zuteilung des Rufzeichens und die Ausstellung der Lizenz­urkunde

Jährliche Gebühren

Bei zugeteiltem Rufzeichen erhebt die Bundesnetz­agen­tur einen Frequenzschutzbeitrag nach TKG von ca. 4-7 € plus dem EMVG von ca. 21-25 € pro Jahr. Die Beiträge werden jedes Jahr neu festgelegt.

Zusätzliche Kosten

Obwohl es keine direkten Frequenznutzungsgebühren gibt, können zusätzliche Kosten für den Amateurfunk entstehen. Dies kann den Kauf von Funkgeräten, Antennen, Zubehör und Software umfassen. Die Preise für Amateurfunkausrüstung variieren je nach Hersteller, Modell und Funktionalität erheblich.

Einsteig – UKW FM Handfunkgerät

Für den ersten Funkkontakt reicht ein einfaches 2m/70cm Handsprechfunkgerät welches für ca. 40 -190 EUR zu haben ist.

Amateurfunk im Kfz

Möchte man auch mobil aus dem Kfz Funkbetrieb machen, benötigt man eine externe Antenne und ein Mobilgerät. Dies gehen bei ca. 250 EUR los. (Das Mobilgerät kann auch mit einem zusätzlichen Netzteil als Station für zu Hause im Shack dienen)

Amateurfunk auf Kurzwelle – (Zuhause / Shack)

Für den Betrieb auf Kurzwelle braucht man einen geeigneten Transceiver (Funkgerät), eine Antenne und evtl. noch ein sogenanntes Antennen Anpassgerät. Hierfür muss man mit Kosten von einmalig ca. 1.100,- EUR rechnen. Dafür steht einem die ganze Welt offen und Funkkontakte rund um die Erde sind möglich.

Um Geld zu sparen, kann man sich seine Antennen hier recht einfach selber bauen. Für den Anfang reichen schon ein paar Meter Draht und Antennenkabel.

Amateurfunk auf Ultrakurzwelle – (Zuhause / Shack)

Der Betrieb auf UKW setzt ein geeignetes Funkgerät und passende Antennen voraus. Hier muss man mit ca. 900,- EUR rechnen.

Um ein wenig Geld zu sparen, kann man sich seine Antennen auch recht einfach selber bauen.

Unterstützung für Jugendliche und Bildung

Um den Amateurfunk bei Jugendlichen zu fördern, bieten verschiedene Organisationen und Vereine spezielle Programme und Aktivitäten an. In einigen Fällen werden Prüfungsgebühren und Lizenzkosten für Jugendliche ermäßigt oder ganz erlassen. Darüber hinaus werden Bildungs- und Schulungsangebote bereitgestellt, um Interessierten den Einstieg in den Amateurfunk zu erleichtern.

Vereine

Optional kann man einem Verein beitreten z.B. DARC mit einem Jahresbeitrag von ca. 105 €.
Es gibt natürlich auch noch andere siehe LINK

Fazit

Die Kosten für den Amateurfunk in Deutschland umfassen in erster Linie die Prüfungs- und Lizenzgebühren. Die jährlichen Gebühren sind vergleichsweise gering. Zusätzliche Ausgaben können je nach individuellen Interessen und Aktivitäten variieren. Trotz der finanziellen Aspekte bleibt der Amateurfunk eine zugängliche und beliebte Freizeitbeschäftigung für Menschen jeden Alters in Deutschland.

Lesezeit ca.: 2 min. - geändert am: 27.05.2024 um 10:23 Uhr - ID: 9777