EchoLink Funktionsweise

Kurze Einführung in EchoLink von Fred, OE3BMA

Da über den Funkeinstieg zu EchoLink teilweise noch Unklarheit herrscht, möchte ich versuchen, eine einfache „Rezeptur“ zu liefern. Seit Inkrafttreten der neuen Amateurfunkverordnung ist es gestattet, Amateurfunkgeräte mit dem Internet zu verbinden. Hier soll nicht über Wertigkeiten philosophiert, sondern eine einfache Anleitung für den Funk-Einsteiger angeboten werden.

Was ist EchoLink?

EchoLink ist ein Internetprogramm, mithilfe dessen sich lizenzierte Funkamateure der ganzen Welt mittels Computer über das Internet miteinander unterhalten können. Wie oben erwähnt, können nun auch Amateurfunkgeräte mit Echolink verbunden werden. Jeder EchoLink – Station wird beim erstmaligen Einloggen eine sogenannte (nur einmalig vergebene) Node-Nummer zugewiesen (meistens vier- bis sechsstellig). Mittels DTMF – Tönen sind diese Stationen dann bei Betrieb über Funk durch Eingabe der Node-Nummer oder des Rufzeichens erreichbar. 

Wie geht das vor sich?

Es gibt 2 Möglichkeiten des EchoLink-Zugangs über Funk:

Wie läuft der Funkverkehr lt. Punkt 2.) ab? Zum Steuern ist ein Funkgerät mit DTMF-Tönen (Dual Tone Multiple Frequency) am Mikrofon, oder ein DTMF-Sender (wie er z.B. früher zum Fernsteuern von Telefonanrufbeantwortern verwendet wurde) oder ein GSM-Handy (Tasten auf Töne geschaltet) erforderlich:

Relais antwortet und gibt Info aus: meist Relais-Kennzeichen und Gateway- (Link)-Hinweis.                    

  • Nun z.B. Nodenummer für ein OE-Relais eingeben z.B.96498 für OE7XOI Landeck bzw. Kurzwahl*) 70. EchoLink sagt:

„Connecting to OE7XOI“ – nun warten, bis neuerlich Antwort kommt –  entweder:

    „Not found“ – Nicht gefunden, das Relais ist nicht auf Echolink eingeloggt

„Busy“ – Auf EchoLink eingeloggt, aber besetzt

„Connected“ – Verbunden – man hört Verkehr auf verbundenem Relais und kann mitsprechen oder – bei keinem Verkehr – CQ rufen.

*) Auf www.echolink.at.tt finden Sie eine Liste der mit EchoLink verbundenen OE-Relais incl. Nodes und Kurzwahlen.

Einige Hinweise:

Läuft auf einem EchoLink-Relais bereits Funkverkehr, benötigt man natürlich keine DTMF-Töne mehr, um mitzusprechen, da der Connect ja schon vorhanden ist. Vor Eingabe von DTMF-Tönen muss das eigene Rufzeichen zur Identifikation genannt werden! Wenn man das Mikrofon bekommt, unbedingt das eigene Relais abfallen lassen, dann 2-3 Sekunden Pause machen, dann erst auf Sendung gehen!
Es besteht nämlich sonst keine Chance, dass sich eine neue Station – sei es über das verbundene Relais oder direkt über Echolink – anmelden kann.
Die Sysops haben die Möglichkeit, Relais mit „Dauerquatschern ohne Pause“ keinen Zutritt zu gewähren. Wenn das QSO beendet ist, sollte man unbedingt die Verbindung zu dem über Echolink gewählten Relais wieder trennen und zwar mit:

#  –  (Raute) trennt die Verbindung zur zuletzt eingewählten Station

##  –  alle Verbindungen werden in einem getrennt

Zwei weitere Eingabemöglichkeiten:

08 – Statusabfrage, wer ist verbunden? Dieser Befehl ist sehr nützlich, wenn man sich nicht sicher ist, welche Stationen verbunden sind.

09 – Stellt eine neuerliche Verbindung mit der zuletzt verbundenen Station her.

Nun einige Infos über die DTMF-Töne. Der EchoLink-Sysop kann verschiedene Befehlsfolgen am Relais aktivieren:

Zwei davon sollen hier beschrieben werden:

1.) Die Eingabe von 06 und einer Nodenummer bewirkt, dass Echolink nach der betreffenden Station sucht und dann folgende Ansage liefert (Achtung: es findet kein Connect statt!):

„Not found“  –  Station nicht gefunden (Station ist auf EchoLink nicht eingeloggt)

oder

Ansage des Rufzeichens  –  Station wurde gefunden und wäre connectbar

oder

Ansage des Rufzeichens + „Busy“  –  Station wurde gefunden, ist aber besetzt und kann nicht connectet werden

oder

Keine Antwort: Relais ist nicht auf Echolink oder Ziffern wurden schlecht dekodiert oder Node-Nummer ist dem System unbekannt.                    

 2.) Die Eingabe von 07 und des Rufzeichens bewirkt, dass EchoLink nach der betreffenden Station sucht (siehe oben) und dann das Rufzeichen und die Node-Nummer ausgibt. Diese Eingabe muss mit der Raute (#) abgeschlossen werden. Ansonsten sind die Ansagen wie unter 1.).

Wie werden die Buchstaben des Rufzeichens erzeugt?

Auf der Tastatur des DTMF-Gebers (oder auch am Handy) sind den Ziffern 2 bis 9 je drei Buchstaben zugeordnet. Z.B. stehen auf der Taste der Ziffer 2 die Buchstaben ABC, auf der Taste 3 steht DEF, auf der Taste 4 steht GHI etc. Bei der Ziffer 1 steht meistens nichts, man muss sich dort QZ dazu denken. Dies gilt interessanterweise auch für die GMS-Handys, obwohl dort Q und Z auf 7 bzw. auf 9 aufscheinen. Daher muss man sich bei GSM-Handys bei 7= PRS und bei 9=WXY denken. Die Buchstaben werden nun mittels zweistelliger Ziffernfolgen erzeugt. Die erste Ziffer ist diejenige, die angibt, wo sich der Buchstabe befindet also z.B. für den Buchstaben T die Taste 8. Die zweite Ziffer gibt an, an welcher Stelle der drei Buchstaben sich der betreffende Buchstabe befindet, also für die erste Stelle die Ziffer 1, also 18. Weiteres Beispiel: Für den Buchstaben E als erste Ziffer 3 und als zweite 2, also 32. Q wäre somit 11 und Z = 12.

Wie werden die Ziffern des Rufzeichens erzeugt? Man hängt an die betreffende Ziffer eine Null an.

z.B. 2 entspricht dann 20, eine Null wäre dann eine Doppelnull (hi).

Beispiel: Sie suchen OE3BMA – wie unter 2.)

Sie geben ein: 07 63 32 30 22  61  21 # 

entspricht:       O   E   3   B  M  A

und müssten dann eine, wie  unter 1.) bzw. 2.) beschriebenen, Ansagen erhalten. Leider dekodieren die internen DTMF-Auswerter von EchoLink die eingegebenen Töne nicht exakt, wenn sie zu schnell und ohne Pause eingegeben werden. Andererseits sollte die Pause wieder nicht zu lang sein, sonst „vergisst“ das Programm die vorherige Eingabe. Man muss da etwas probieren, eine Pause von ca. 1 sec dürfte in den meisten Fällen zum Erfolg führen.

Bei Relais bzw. Links werden die Zusätze „-R“ bzw. „-L“ nicht benötigt und werden daher bei der Eingabe weggelassen. Außerdem dürfte die Darstellung des Bindestrichs unmöglich sein, hi. Wenn von einer Station die Node-Nummer nicht bekannt ist, kann auch mittels Rufzeichens connectet werden.

Allerdings funktioniert dies nur, wenn ein DTMF-Geber bzw. ein Mikrofon mit DTMF-Möglichkeit zur Verfügung stehen, der bzw. das eine eigene Tastenreihe mit den Buchstaben A, B, C und D hat. Dies hat nichts mit den, auf den Zifferntasten aufgedruckten, Buchstabengruppen ABC, DEF etc. zu tun! Handys eignen sich in diesem Fall leider nicht, da die separaten Tasten für A, B, C und D fehlen.

1.) Eingabe von „C“ (Separate C-Taste!)

2.) Rufzeichen, wie oben beschrieben, eingeben

3.) Raute # zum Abschluss nicht vergessen

     Beispiel: Sie wollen OE3BMA connecten

      Sie geben ein:  C 63 32 30 22  61  21 # 

          entspricht:       O   E   3   B  M  A

Mögliche Ansagen:

„Not found“  –  Station nicht gefunden (Station ist auf EchoLink nicht eingeloggt)

oder

Ansage des Rufzeichens + „Busy“  –  Station wurde gefunden, ist aber besetzt und kann nicht connectet werden                     

oder

„Connected“

Leider konnte ich nicht testen, was passiert, wenn ein und dieselbe Station, z.B. als OE3BMA und OE3BMA-L eingeloggt ist und mittels Rufzeichen gesucht wird. Bei Eingabe der Node-Nummer ist die Situation eindeutig, da verschiedene Nodes vorliegen. Ein doppeltes oder dreifaches Einloggen (z.B. wenn man auch noch unter OE3BMA-R unterwegs ist) ist dann nur möglich, wenn man 2 bzw. 3 IP-Adressen zur Verfügung hat.

Wie schon erwähnt, bestehen DTMF-Töne aus zwei Frequenzen, die in keinem harmonischen Verhältnis zueinander stehen. Siehe Tabelle (Frequenzangaben in Hz):

               1209           1336           1477           1633

697            1                 2                 3                 A

770            4                 5                 6                 B

852            7                 8                 9                 C

941            *                 0                 #                 D

Wer sich näher informieren will, hier eine Liste von URLs, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

www.echolink.org
www.satszene.ch/hb9dww/
www.df2nu.de/
www.echolink.at.tt 

Nodes und Kurzwahlen der Relais, Links und Konferenzserver auf EchoLink in OE

www.rundspruch-audio.oevsv.at/Nodes.doc
www.echolink.at

Stand per 17.05.2015 Referat EchoLink im ÖVSV-DV
Fred, OE3BMA

Achtung! bei Kurzwahlen „D” voransetzen, z.b. D100 für Wien

RufzeichenQTHQRG (MHz)KanalNode Nr.Kw.
OE1XUU-RWien-Kahlenberg, 549 m, PL 162,2 Hz438,950R826406100
OE1XFW-RWien-Laaerberg, 317 m, gekoppelt 70cm/2m, HAMNET438,650 145,625R70 R13302101
OE1XKU-R *OE-CONF*Wien-Satzberg, 380 m, Rx 2449,9 MHz OE-Konferenzserver, 10.Bezirk2401,9 EchoLink13 cm Confer.337290 291243102 103
OE2XBB-RSchafberg, 1.782 m, 1.750 Hz, PL 88,5 Hz439,200R92155168200
OE2XSL-RSalzburg-Gaisberg, 1.288 m, PL 88,5 Hz145,6875R3X245785201
OE3XEU-RWaidhofen a.d.Thaya-Frauenstaffel, 695 m439,025R85193828304
OE3XES-RWaidhofen a.d.Thaya-Frauenstaffel, 695 m, PL 79,7 Hz145,7875R7X185200305
OE3XDA-RAmstetten, Randegg – Hochkogelberg, 711 m438,850R78344042307
OE3XPA-RSt.Pölten-Kaiserkogel, 726 m145,650R2341109308
OE3XRB-RAmstetten-Sonntagberg, 712 m438,900R80589653309
OE3XWW-RMönichkirchen, 1.002 m 3)438,575R67634262310
OE4XUB-R OE3XCRBrenntenriegel, 605 m, gekopp. via VoiP mit OE3XCR 2) Hutwisch, 896 m145,775 438,850R7
R78
156782 gekoppelt400
OE5XKL-RObertraun-Krippenstein, 2.100m145,7125R4X534058504
OE5XGL-RGmunden-Grünberg, 965m 2)145,750R6849973502
OE5XUL-RRied-Geiersberg, 555 m145,775R7611811507
OE5XYP-RSteyr, 330m51,850RF85409240509
OE5XOL-RLinz-Breitenstein. 955 m 2)438,575R67351807514
OE5XDO-RPfarrkirchen, 900m, 1.750 Hz438,950R82389978517
OE6XCG-RGrambach bei Graz, 345 m438,775R75521344600
OE6XDF-RDobl bei Graz, 350 m1298,050RS02228606601
OE6XRE-RLeoben-Reichenstein, 2.128 m, PL 103,5 Hz439,100R88383901606
OE6HOF-LGraz – Link zu OE6XTG, Graz-Schöckl, 1.445 m145,600R0529413608
OE6XBF-RHochstraden-Stradnerkogel, 608 m438,975R8362308623
OE7XOI-RLandeck, Fiss, Zwölferkopf, 2.540 m, 1)438,875R7996498700
OE7XTI-RInnsbruck-Patscherkofel, 2.246 m145,6125R0X60200701
OE7ABH-LUderns/Zillertal144,725Simplex256075702
OE7XKT-LKaltenbach/Zillertal432,800Simplex490481703
OE7XBB-LKufstein (Bahnhof)144,950Simplex577480704
OE7XLI-RLienz/Osttirol, Hochstein, 2.023 m, 1.750 Hz145,700R4288519708
OE7XTT-RPenkenjoch, Hint.Zillertal, 2.095 m, 1.750 Hz145,750R6404786713
OE8XLK-RKoralpe, 2.070 m438.700R72276129802
OE8XMK-RKlagenfurt-Magdalensberg, 1.053 m, PL 88,5 Hz 4)146,625R1758502803
OE8XDK-RSpittal-Goldeck, 2.192 m439,000R84465099808
OE9XVI-LFrastanz-Vorderälpele, 1.200 m432,800Simplex472143901

1) OE7XOI-R SVX-Link: EchoLinkmodul einschalten: Node eingeben, bei Kurzwahlen „D” voransetzen, z.b. D100 für Wien, Raute # für discon deaktiviert
2) SVX-Link, Anleitung auf echolink.at
3) IRLP Node 5974
4) Test

Die Kurzwahlen gelten für alle OE-Relais. Zum Verbindungsaufbau braucht man nur die DTMF-Ziffernfolge einzugeben (Node oder Kurzwahl). Nach beendetem QSO nicht vergessen, die Verbindung mit „# „ wieder zu trennen. Bei einigen Relais deaktiviert.

Die Sysops behalten sich das Recht vor, je nach Bedarf DTMF-Ziffernfolgen zu ändern oder zu deaktivieren (Siehe aktualisierte Tabelle auf echolink.at).

 Einige DTMF-Befehle:

*              Relaisinfo

#             Zuletzt verbundene Station trennen

##            Alle Stationen trennen

08            Echolink Status: “Wer ist verbunden?”

09            Neuerliche Verbindung zur zuletzt getrennten Station

www.rundspruch-audio.oevsv.at/Nodes.doc, www.echolink.at,        

Stand per 17.05.2015
Referat für Digitale Kommunikation des ÖVSV-DV,
Subreferat EchoLink         Fred, OE3BMA
Quelle: https://qsl.net/oe5rpp/echolink.htm